Mein Kreativ-Retreat in Marrakesch & die Zukunft von Follow Your Trolley

1. März 2019
Das schönste Riad in Marrakesch

In 10 Jahren vom Trolleygirl zum multipassionate Solopreneur – Erkenntnisse aus Marrakesch!

Marrakesch stand schon lange auf meiner imaginären Liste mit all den wunderbaren Destinationen, die ich unbedingt bereisen möchte . Und wieder einmal war es ein Retreat, das mich an diesen heimlichen Ort der Begierde geführt hat. Ein Retreat ganz ohne Yoga! Ja, so etwas gibt’s! Ich habe ziemlich spontan ein Creative Business Retreat bei Beth Kirby gebucht. Beth ist eine ziemlich umtriebige Person, der ich schon lange auf Instagram folge. Mit ihren schönen Bildern & Slow Travel-Inspirationen hat sie auch mich in ihren Bann gezogen und als ihr nächstes Retreat ausgerechnet in Marrakesch stattfinden sollte, habe ich nicht lange gezögert.

Mein Kreativ-Retreat in Marrakesch

Es war eine teure Investition in mich selbst. Doch sie hat sich gelohnt. Denn ich habe faszinierende Menschen aus aller Welt getroffen, die mit mindestens ebenso vielen Ideen, Fragen & Visonen im Kopf angereist waren wie ich selbst. Was uns sonst noch zusammenschweißte, war die Neugier auf Marrakesch und die Erkundung der fantastischen Hotspots, die auf unserem Retreat-Programm standen.

Und was soll ich sagen: Was für eine vielfältige, großartige, an jeder Ecke aufs Neue überraschende Stadt! Wenn ich jetzt anfangen würde alle Details zu erzählen, dann könnte ich mindestens 10 Blogposts damit füllen. Doch das ist ganz und gar nicht meine Absicht! Denn wie du vielleicht an manchen Stellen gelesen hast, hat sich hier auf Follow Your Trolley in letzter Zeit viel verändert.

Oder besser gesagt: Es hat sich rein äußerlich nicht viel getan. Was die Interpretation zulässt, dass hinter den Blog-Kulissen die Hölle los war. Im allerbesten wenn auch turbulenten Sinne. Und Marrakesch ist nicht ganz unschuldig daran. Denn bei unseren Foto-Workshops, den Erkundungen in den verwinkelten Gassen der Medina, den gefühlt 1001 Gläsern Minztee, den Lunches und Dinners in den angesagtesten Spots der Stadt und den Kreativ-Talks mit Beth wurde mein bis dahin verinnerlichtes Mindset ganz schön auf den Kopf gestellt.

Wohin geht meine Reise? Antworten von Instagram-Ikone Beth Kirby

Wie in meinen Blogposts Wohin wollen wir noch reisen Teil 1 + Teil 2 zu lesen war, hat sich das Reisen verändert und damit auch mein Blog. Und man wäre ja kein Mensch aus Fleisch und Blut, würde man sich selbst im Laufe der Zeit nicht ebenfalls irgendwie verändern. Follow Your Trolley, der Blog für stilvolles Reisen & Yoga, der im Zuge meiner Weltreise vor mehr als 10 Jahren (!) entstanden war, hatte sämtliche Entwicklungen der Bloggerszene mitgemacht. Fast jede Reise habe ich akribisch dokumentiert, interessante Kooperationen & Interviews mit mir als Expertin für Yogareisen sind entstanden und es fühlte sich an, dass mir Follow Your Trolley so sehr ans Herz gewachsen ist, dass der Blog einfach ein Teil von mir ist. Auf Lebenszeit.

Irgendwann habe ich gemerkt – und wenn man die Szene beobachtet, weiß man, dass es nicht nur mir alleine so geht – dass das Bloggen nicht mehr so lustig war wie zu den fidelen Zeiten meiner Weltreise. Dass es ein anstrengender, unbezahlter Nebenjob sein kann, der viel Zeit kostet, die irgendwo anders fehlt.

Valeria Necchio schrieb vor kurzem auf Instagram:

HOBBIES! What on earth happened to hobbies? Stuff we did because we liked to and had no interest in document/share/turn it into a side hustle and/or future main source of income? Do you even remember having a hobby? I don’t think I do.

Wie wahr. Wie wahr. Und auch Beth Kirby hatte so manche Anekdote parat, die mir zu denken gab: Wir müssen nicht unbedingt jedes Talent oder jede Sache, die wir gern machen oder besonders gut können, in unserem Blog verbraten oder auf irgendeinem Social Media-Kanal posten. Wir können großartige Dinge machen und sie sind immer noch großartig, auch wenn nicht die ganze Welt davon Notiz nimmt. 

Auf der anderen Seite habe ich bei diesem Creative Business Retreat in Marrakesch auch gelernt, dass mein Business eben auch ein Business ist, auch wenn ich mit meinem Laptop auf dem Hotelbett oder in meinem Wohnzimmer arbeite. Dass ich viele Interessen habe – in meinem Fall vor vielen Jahren schon klar definiert als: Schreiben, Reisen und Yoga – heißt nicht, dass ich im Chaos versinken muss oder dass ich mich für eine Sache entscheiden muss. Beth Kirby hat mir für meine innere Zerrissenheit ein einziges Wort entgegengeschmettert: MULTIPASSIONATE. Seither fühle ich mich um Welten besser. Das Chaos hat jetzt endlich einen Namen, der sogar gut klingt!

Ein neues Zuhause für mein neues ICH

Kaum aus Marrakesch zurück – das war im Oktober – wurde ich von einer kreativen Riesenwelle erfasst. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst anfangen sollte, um mich zu ordnen und neu zu erfinden. Und ich fand es plötzlich auch gar nicht mehr schlimm, etwas mehr Distanz zu Follow Your Trolley zu gewinnen. Soll ich Follow Your Trolley bis ans Ende meiner Tage weiterführen oder soll ich einfach etwas Neues anfangen? Irgendwie juckt es mich unter den Fingern ganz von vorne anzufangen, etwas zu kreieren, das mit meiner Person – nicht dem Trolleygirl aus dem Jahre 2008 sondern der vielreisenden Solopreneurin – völlig im Einklang steht. Auf meine Frage sagte Beth in ihrer messerscharfen Art nur: “Du hast dir gerade selbst die Antwort gegeben! Du musst nicht wegwerfen, was du die letzten 10 Jahre aufgebaut hast, aber ja, fang etwas Neues an! Irgendwo fängt immer irgendjemand neu an. Was spricht schon dagegen?”

Und ich habe etwas Neues angefangen. Ich habe mir dafür nicht einmal einen neuen Namen ausgedacht, denn mein neues ICH bin einfach nur ICH. Deshalb trägt mein brandaktuelles ME-Projekt auch meinen eigenen Namen: Jeanette Fuchs. Auch wenn ich meinen Vornamen liebe, sorgt mein Nachname gerade auf internationaler Ebene für Verwirrung (von der richtigen Aussprache wollen wir gar nicht erst reden), aber was soll’s, damit kann ich leben. Ich möchte mich nicht hinter an den Haaren herbeigezogenen Wortkreationen verstecken. Und so gern ich das Einhorn-Seepferdchen mochte, habe ich mich auch davon getrennt und es gegen ein Gingko-Blatt ersetzt. Es sollte alles viel simpler, einfacher und überschaubarer werden.

An meiner #lessismynewblack Attitüde, die ich zum Jahresbeginn ausgerufen habe, muss ich noch feilen. Denn auch meine neue Website, die meine 3 Leidenschaften Schreiben, Reisen & Yoga unter einem Dach vereint, ist trotz aller Bemühungen nicht so ZEN wie ich sie eigentlich gerne hätte. Aber es ist das Produkt, das nun nach vielen Tüfteleien, Experimenten & technischen Hürden vor ein paar Tagen online gegangen ist. Ja, es gibt “Luft nach oben”. Und keiner hat je in aller Perfektion mit einer Sache gestartet. Und die Dinge verändern sich. Und zwar ständig. Auch das war ein wichtiges Learning beim Beth Kirby-Retreat!

Um auf den Punkt zu kommen: Follow Your Trolley wird weiter existieren. Vorerst. Denn von den vielen Geschichten, die ich hier aufgeschrieben habe, möchte ich mich nicht einfach so trennen, zudem der Blog für meinen Tribe (das finde ich viel charmanter als das Wort “Follower” in den Mund zu nehmen) ja auch eine Recherchequelle bleiben soll. Doch wie schon an allen Ecken & Enden sichtbar, werden die ganz heißen Geheimtipps und persönlichen Lieblingsadressen hier nicht mehr genannt. Die gibt’s nur in meinen Newsletter, den TRIBE-NOTES, für meinen Inner Circle zu lesen. Und es gibt ab nun einen passwortgeschützten MEMBER-BEREICH für alle Tribe-Mitglieder

Wenn du also vor einiger Zeit hier auf Follow Your Trolley die FYT Tribe-News abonniert hast und nun einen Newsletter namens Tribe-Notes mit einem anderen Layout bekommst: Keine Sorge, das bin immer noch ich! ;) Und wenn dir diese Änderung so gar nicht gefällt, dann kannst du dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Denn die Tribe-Notes sind nur für likeminded people, für spirituelle Weltenbummler, kreative Ästheten und … du weißt schon was ich meine. Denn du wärst nicht HIER, wenn du nicht auch eine dieser kreativen Seelen wärst, die vor lauter Ideen, Reiselust und spannender Visionen förmlich überschäumen.  

Und nun lade ich dich ein, noch in meinen Marrakesch-Bilder zu schmökern! Und wenn du noch kein Tribe-Mitglied (kostenlos & unverbindlich) bist & Lust hast, dich dem Tribe anzuschließen, dann kannst du das gleich jetzt HIER tun. Und in den nächsten TRIBE-NOTES verrate ich dir dann – so ganz unter uns – die schönsten Riads & meine ganz persönlichen Lieblingsspots in Marrakesch. Und das Beste daran: Meine Tipps & Inspirationen wirst du auch als TRIBE-GUIDE zum Download im Member-Bereich finden!

See you on the other side…

xo, Jeanette

Design Riad Marrakesch Medina

Dachterrasse Marrakesch

Kakteen Marrakesch

 

 

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