Silhouette Island, Seychellen: Piraten, Riesenschildkröten & Beachwalks

25. März 2018
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Während man auf den Frühling wartet, könnte man sich an exotische Orte träumen. Zum Beispiel auf die Seychellen-Insel Silhouette.

Letztes Jahr gab ich mein Seychellen-Debüt. Seither frage ich mich, warum ich nicht schon längst dort war. Denn der Inselstaat im Indischen Ozean hat so viel mehr zu bieten als ’nur‘ paradiesische Strände.

Ich weiß nicht warum, aber ich gerate ständig in die Versuchung, die Malediven mit den Seychellen vergleichen zu wollen. Dabei ist die gemeinsame Schnittmenge dieser beiden Reiseziele eher verschwindend gering.

Luxusfrage: Malediven oder Seychellen?

Die Malediven-Inseln sind natürlich der wahr gewordene Traum vom Paradies. Wenn man mit dem Wasserflugzeug über die Atolle fliegt, kann man die Schönheit, die Mutter Natur da kreiert hat, erst mal gar nicht fassen. Die Probleme der Welt und der Ozeane, die wir leider alle nicht mehr leugnen können, scheinen vorläufig unsichtbar zu sein. Was mich etwas verstört: In den Resorts, jedes davon auf eine eigene Insel platziert, wird jeglicher Luxus geboten – von den teuersten Weinen aus aller Welt bis zum Vollbad in der Whirlwanne. Dabei ist der eigentliche Luxus doch ein komplett anderer: feine Sandstrände, bunte Wasserwelten und imposante Fototapeten-Kulissen. Auf Kanifushi Island war ich meist alleine am Strand, weil die meisten Gäste den ganzen Tag cocktailschlürfend an der Pool-Bar verbrachten oder im klimatisierten Gym an ihrer Bikini-Figur feilten.

Ich habe es gar nicht übers Herz gebracht, die Champagner-Flasche in meiner Suite zu öffnen. Weil ich dachte: Champagner trinken kann ich doch auch zu Hause! Der Weg der Flasche von der Champagne bis ins Salzburger Land ist eindeutig besser vertretbar. Follow Your Trolley ist zwar kein Nachhaltigkeitsblog, aber auch kein oberflächlicher Luxusblog, der die Geschehnisse auf der Welt ignoriert. Ich definiere Luxus nicht über Geld und Status, sondern verbinde damit schlichtweg das, was auf der anderen Seite des Üblichen und Gewohnten steht. Ich erfreue mich an den Besonderheiten einer Destination, an den kulturellen Unterschieden, an fremden Sprachen und Weltanschauungen.

Ein Sonnenuntergang am Meer ist purer Luxus für mich.

Weiße Puderzuckerstrände sind purer Luxus für mich.

Mit einer exotischen Tier- und Pflanzenwelt in Berührung zu kommen, ist purer Luxus für mich.

Weil ich eben all das nicht jeden Tag vor der Haustür habe.

Weil es Sehnsüchte und Emotionen, Fernweh und Abenteuerlust in mir weckt.

Doch wer braucht schon ein Vollbad auf einer Trauminsel? Ich brauche keine prall gefüllte Minibar mit Dingen, die ich auch zu Hause kaufen kann. Ich brauche keine Schokoladen-Praline, die man bei 38 Grad irgendwie in meine Suite jongliert und kunstvoll auf meinem Bett platziert. Ich schwöre, nie wieder frage ich nach einer Kokosnuss, denn die lässt sich schwieriger organisieren als Champagner, Erdbeeren und Kaviar. Tatsache!

Schon auf der ITB im letzten Jahr wurde auf irgendeiner Bühne heftig diskutiert. Ich denke, es war sogar der Tourismus-Chef der Seychellen, dessen Meinung ich voll und ganz teile: Die Leute sollen nicht kommen, um Champagner zu schlürfen. Stattdessen sollte man sie mit außergewöhnlichen Erfahrungen glücklich machen, an die sie sich später gerne erinnern. Ein sympathischer Ansatz: Luxus kann ein völlig simples Erlebnis sein. Etwas, das an einem fremden Ort verankert ist und deshalb einzigartig ist. 

Was ich sagen will: Ich liebe diese fantastische Welt in ihrer unglaublichen Vielfältigkeit. Ich werde es mir nicht nehmen lassen, weiterhin (mit Bedacht) um die Welt zu reisen. Ich möchte noch viele Orte kennen lernen und ihre Eigenheiten selbst erleben. Würde ich den Ohrensessel in meinem Wohnzimmer niemals verlassen, dann könnte ich Beiträge wie diesen auch gar nicht schreiben. Ich könnte es mir auch nicht anmaßen, die Seychellen mit den Malediven zu vergleichen. Ach ja, und genau da waren wir ja auch stehen geblieben… sorry, für den kleinen Exkurs. Mir war gerade danach.

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Argumente, die für die Seychellen sprechen

Malediven oder Seychellen? Meine spontane Antwort lautet: Seychellen. Auf den Seychellen-Inseln – die den Malediven-Inseln optisch um nichts nachstehen und sogar noch eine abwechslungsreichere Topographie aufweisen – ist das Feeling nämlich ein völlig anderes. Inselhopping ist hier keine größere Sensation als in der griechischen Ägäis. Man ist also nicht an ein Resort und eine Insel gebunden, sondern könnte auch kommen, ohne vorab ein einziges Hotel gebucht zu haben und bei Bedarf durchaus etwas Spontaneität und Abenteuergeist in die Reise integrieren.

Zudem sind die Seychellen so wunderbar französisch! Und alles, was einen französischen Touch hat, ist mir persönlich ja von vornherein sympathisch. Auch wenn das französische Kolonialreich, abgesehen von schöner Sprache & Kultur, bekanntlich auch seine düsteren Seiten hat. Dann wäre da noch der nicht vorhandene Jetlag. Man steigt ins Flugzeug und 10 Stunden später hat man bei kaum erwähnenswerter Zeitverschiebung den paradiesischen Boden unter den Füßen! Ein Punkt, der so eine Reise noch erquicklicher macht!

Silhouette-Island: So schön, wie der Name klingt!

Auch die einzelnen Inseln tragen wohlklingende, französische Namen. Bei meiner Reise verschlug es mich, wie schon berichtet, auf Felicité-Island. Doch davor stand noch eine andere Insel auf dem Programm, die ich euch bisher vorenthalten habe: Silhouette-Island. Dieses Inselchen im indischen Ozean ist viel zu besonders, um nichts darüber zu schreiben! Silhouette ist der pure Luxus – und zwar nach oben erwähnter Definition! 

Da der Frühling hierzulande noch nicht allzu fortgeschritten ist, träumen wir uns doch einfach mal in wärmere Zonen, um unser Fernweh zu stillen. Wir können unserem Gehirn nämlich alles vorgaukeln, was immer wir möchten: den Sand unter den Füßen, die Meeresbrise, die exotischen Geräusche und Gerüche. Das ist tatsächlich so! Wir müssen nur unsere Vorstellungskraft aktivieren!

Du glaubst mir nicht?

Komm‘ doch einfach mit auf eine kleine Sinnesreise auf die Seychellen-Insel Silhouette…

Seychellen-Urlaub: Relaxen ohne Langeweile

Silhouette liegt 20 Kilometer nordwestlich von Mahé. Neben einem kleinen Boutique-Hotel ist das Hilton Labriz Resort & Spa der Platzhirsch der Insel. Wenn auch auf Silhouette keine Hirsche, sondern 125 Jahre alte Riesenschildkröten leben. Dass es vor langer Zeit auch Piraten hierher verschlagen hat, davon zeugt ein bis heute erhalten gebliebener Piratenfriedhof, den man entdeckt, sobald man sich zu einer Wanderung zum aussichtsreichen Pointe Ramasse Tout entschließt.

Ja, Silhouette Island ist groß und abwechslungsreich genug für Hiking-Touren! Zwar gibt der dem Hilton Hotel vorgelagerte Beach schon einiges her – hier spaziert man mehrere Kilometer auf feinstem Sand, bis man irgendwann zwischen Palmen und Steinen unweigerlich in den in die Natur eingebetteten SPA „hineinstolpert“. Doch auch Ausflüge auf die anderen Teile der Insel sollte man sich nicht entgehen lassen. So macht man nämlich Bekanntschaft mit sattgrünen Dschungel-Landschaften, erhabenen Aussichtspunkten und wilden Meeresbrandungen. Und auch mit den Riesenschildkröten. Wir sind aus Zeitgründen leider nicht weit genug gewandert, um sie selbst zu Gesicht zu bekommen. Diese fantastischen Geschöpfe habe ich nur mehr aus Australien in Erinnerung. (Das ist 10 Jahre her und ich denke immer noch staunend daran zurück. So viel also zu oben genannter Podiumsdiskussion auf der ITB!)

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Die Wanderungen und Exkursionen sind für jene Urlauber gedacht, die nicht nur faul in der Hängematte dösen wollen. Man kann sich auf Silhouette Island aber ohne schlechtes Gewissen auch für das absolute Nichtstun entscheiden. Man kann ewig durch das üppige Frühstücksbuffet flanieren, das Ausgewählte an einem Tisch nah am Meer genießen und dabei die Füße in den Sand stecken. Vielleicht ist man zuvor sogar schon bei der morgendlichen Yoga-Session erschienen, dann fühlt sich das Frühstück auch gleich verdienter an. Ich persönlich habe ja schon meine Freude daran, mich in solchen Resorts irgendwo zwischen Villen, Restaurants, Beach-Bars & Kokospalmen zu verlaufen und dabei zu beobachten, wie meine Schritte langsamer werden. Zu sehen, wie das Gehetzte in mir verfliegt und die Gedanken angenehm träge werden.

Das süße Nichtstun auf Silhouette-Island

Es könnte auch passieren, dass man seine Villa gar nicht verlässt. Denn alles, was man zur Entspannung braucht, findet man hier vor: einen eigenen Pool, eine Hängematte und sogar eine Badewanne, die für mich, wie schon eingangs erwähnt, eindeutig die verzichtbarste Luxuseinrichtung bei einem Urlaub auf den Seychellen ist.

Sucht man einen Ort, der weder langweilig ist, an dem einem aber auch nicht irgendein Entertainment aufgezwungen wird, dann ist das Hilton Labriz eine ideale Wahl. Die naturgeschützte Umgebung ist nämlich schon Animation genug: der knapp 800 Meter hohe Mount Dauban, der Regenwald mit seiner exotischen Pflanzen- und Tierwelt, das Meer und dazu bezaubernde Bilderbuch-Strände.

Silhouette ist mehr als nur eine Insel im Indischen Ozean. Sie erzählt auch viele Geschichten. Nicht nur schöne, aber auf jeden Fall interessante. Von der Familie Dauban aus Frankreich, die sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts hier niederließ, um mit Zimt-, Vanille- und Kokos-Plantagen ihr Glück zu versuchen. Wie in der Kolonialzeit üblich, wurde auch ein Stück europäische Kultur in der exotischen Wildnis platziert. So ließ Auguste Dauban ein Haus aus Takamaka-Holz erbauen. Die „Grande Case“ steht nicht weit vom Hilton Resort und lässt die feudale Stimmung von damals erahnen. Im ersten Stockwerk sind Bilder und die alten Möbel der Daubans ausgestellt. Im Erdgeschoß und auf der Veranda finden heute kreolische Koch-Workshops und Rum-Tastings statt.

Ich muss übrigens an dieser Stelle erwähnen, dass ich weder Gin noch Vodka mag, ich allerdings (im entsprechendem Maße) Tequila und Rum durchaus etwas abgewinnen kann. Insofern konnte ich die Seychellen nicht ohne eine Flasche Takamaka-Rum verlassen. Was dem guten Geschmack und der Cognac-ähnlichen Farbe, aber vor allem auch dem hübschen, türkisfarbenen Flaschenetikett geschuldet ist.

Vor allem aber kann ich nach meiner Seychellen-Reise nicht nur den Rum empfehlen, sondern auch das abwechslungsreiche Inselchen Silhouette. Und auch wenn die kulinarischen Verführungen des Hilton Resorts groß sind, lässt sich die eigene Silhouette dank vielfältiger Wanderrouten und ausgedehnter Strandspaziergänge mühelos beibehalten! ;)

Hilton Seychelles Labriz Resort & Spa

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Hinweis: Ich habe Silhouette Island und das Hilton Resort Labriz im Rahmen meiner Pressereise für die Insider Publishing GmbH besucht. Dieser Blogpost gibt ausschließlich meine ehrlichen Meinungen und authentischen Erfahrungen wider.
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