YOGA & REISEN: Aruba, Karibik – SUP-Yoga, Sunset-Meditation & Hotelyoga am Meer

8. Juli 2016

Nicht ohne meine Yogamatte! Auch für meinem Trip nach Aruba habe ich mein faltbares Stück Kautschuk in den Trolley gepackt. Und drei Mal Yoga an unvergesslichen Traumplätzen erlebt.

Warum ich Yoga so gerne auf Reisen mitnehme? Weil es kaum etwas dazu braucht, außer vielleicht meine handliche Travelmat. Und weil ich Outdoor-Yoga über alles liebe – am liebsten unter Palmen und in exotischer Atmosphäre, dazu das Rauschen des Meeres als perfektes Hintergrundgeräusch! Vor meinem Trip nach Aruba hatte ich nur eine grobe Vorstellung von dem, was mich erwartet: Viel Sonne, kaum Regen, leichter Wind, weiße Puderzuckerstrände und die pinkfarbenen Flamingos natürlich, die immer auftauchen, sobald man die kleinste der ABC-Inseln in der südlichen Karibik googelt! Ach ja: Und dann ist da ja noch Instagram-Yogastar Rachel Brathen, die in Aruba zu Hause ist. Somit gehe ich davon aus, dass die Insel Yoga-Potenzial hat und ich komme daher mit einer klaren Mission in die Karibik: Yoga zu üben, wo auch immer sich die Gelegenheit dazu bietet – auf türkisblauem Wasser, an schönen Traumstränden, im Morgengrauen und zum Sonnenuntergang, in der Gruppe oder für mich alleine…

3 x Yoga an den schönsten Plätzen in Aruba

SUP-Yoga mit “Yogagirl” Rachel Brathen – Renaissance Private Island

Wer hat noch nicht von ihr gehört? Rachel Brathen ist eine der schillernden Yogastars, die auf Instagram, Snapchat & Co eine riesige Fangemeinschaft haben. Viele kennen auch das “Yoga Girl”-Buch*, in dem Rachel ihre Ansichten über den Flow des Lebens und Spiritualität in der modernen Welt teilt. Ich muss zugeben, ich war etwas skeptisch, denn die Welt ist voller Yogastars, die sich im Internet kunstvoll verbiegen, inszenieren und in Szene setzen, ohne dass der Mensch hinter der Fassade etwas Gehaltvolles beizutragen hätte. Doch als ich Rachel für eine exklusive SUP-Yogasession auf Renaissance Private Island treffen darf, ist sie mir sofort sympathisch. “Hi, I’m Rachel” und dazu ein unbefangenes Lächeln und ein fester Händedruck. Ihre eigene SUP-Yogaboardflotte hat sie mit ihrem (tatsächlich unverschämt gutaussehenden) Freund Dennis selbst mitgebracht und vor der traumhaften Kulisse, in der sechs anmutige Flamingos ihr Zuhause haben, im Wasser platziert. Ich bin sehr gespannt auf die SUP-Yogasession, denn unter der 10-köpfigen Gruppe befinden sich auch absolute Yoga-Beginner, die ihre erste Yogastunde auch noch auf dem Board bewältigen sollen – keine leichte Aufgabe für Rachel. Sie selbst ist mit Yoga auf dem SUP-Board so vertraut, dass man meinen könnte, sie verbringt ihr halbes Leben auf dem Wasser. Was vermutlich gar kein abwegiger Gedanke ist. Und mittlerweile verstehe ich auch ihren Berg an Bikinis, den sie einmal auf Snapchat gezeigt hat. Denn andere Kleidungsstücke braucht es auf dem “One Happy Island” Aruba kaum.

Die Stunde beginnt mit einer Meditation im Sitzen, unter uns die sanft schaukelnden Wellen und im Hintergrund das aufgeregte Schnattern der Flamingos. Rachel hat eine sanfte und doch sehr charakterstarke Stimme. Dank ihrer sorgsam gewählten Worte ist es eine wahre Freude ist mit geschlossenen Augen einfach nur so dazusitzen – und sich dabei bewusst werden, dass man gerade an einem der schönsten Flecken der Welt meditiert. Die Yogastunde hat einen schönen Bogen – mit Sonnengruß-Variationen und verschiedenen Balance-Haltungen. die auf dem Brett natürlich nochmals eine besondere Herausforderung sind. Mit einer Art “Wild Thing” steigt Rachel bewusst mit einem Bein vom Brett ins Wasser. Ein genialer “Schachzug”, denn so findet es keiner mehr peinlich, wenn er vom Brett rutscht oder ganz ins Wasser fällt. Das passiert auch auf einem der Nachbarbretter und setzt eine förmliche Kettenreaktion in Gang. Einmal ins Wasser fallen, richtig nass werden und laut lachen – das gehört zu Rachels perfektem Yoga-Konzept. Ein weiteres Highlight ist das Shavasana, das “Yogagirl” Rachel mit schönen Worten anleitet. Die Finger gleiten ins Wasser und die noch erträgliche Morgensonne fällt auf unsere Gesichter. Eines meiner schönsten Shavasanas ever! Wir haben so viel Spaß bei dieser SUP-Yogasession, dass die Stunde viel zu schnell zu Ende ist. Doch später gibt es am Strand noch einen erfrischenden Gurken-Minze-Cocktail, viele nette Gespräche und natürlich ein Foto-Posing mit Rachel.

Den Vormittag lassen wir noch genussvoll im Liegestuhl ausklingen. Renaissance Private Island ist ein besonderer Rückzugsort der Luxusklasse. Eine 10-minütige Bootsfahrt vom Festland entfernt, ist die Privatinsel den Gästen des Renaissance Resort Aruba vorbehalten. Alle anderen Besucher zahlen rund 100 Dollar, um den Tag hier zu verbringen. Da nicht viele Urlauber so tief in die Tasche greifen, ist für ausreichend Privatsphäre gesorgt. Auf den beiden durch einen Steg verbundenen Stränden – ein Beach für Familien und ein zweiter Adults Only-Strand – kommt sich niemand in die Quere. Auch die Tierwelt fühlt sich hier wohl. Neben den Flamingos, die sich ihrem hohen Status als Fotomotiv bewusst sind, trifft man auf teils farbenfrohe Leguane in allen Größen. Bevor wir Renaissance Private Island wieder verlassen, geht es noch in den inseleigenen Openair-Spa zu einer wohltuenden Massage. Ohne Worte. Luxus pur!

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Yoga im Manchebo Spa & Beach Resort – Eagle Beach

Ich ziehe um. Vom hippen Renaissance Hotel mit seiner langen Bar und der Partystimmung, die beim Pool beginnt und in der Lobby noch lange nicht zu Ende ist. Ich packe meinen Trolley und fahre zu den Low Rise Hotels am Eagle Beach. Vor mir breitet sich eine völlig andere Welt aus. Es gibt es also doch, das ruhevolle Aruba, abseits von Cocktails, Casinos und Shoppingmalls! Ich stürze mich erleichtert ins Vergnügen. Ins Yoga-Vergnügen wohlgemerkt! Und das wartet auf mich im Manchebo Beachhotel am Eagle Beach, der zu den schönsten Stränden der Welt gehört. Der Sand ist so weiß, dass man ohne schützende Sonnenbrille kaum etwas sehen kann. Und so breit und weit, dass man die Orientierung verlieren könnte. Ich genieße die wunderbar entspannende Atmosphäre im und rund um das Hotel. Vor allem aber gefällt mir der Ausblick von meiner Beachsuite: Palmen, Strand und Meer sind eben doch das, wonach man sich sehnt, wenn man von Europa in die Karibik kommt. Amerikanern, so lasse ich mir sagen, ist es hier schnell mal zu langweilig. Sie sind wohl im Renaissance Hotel mit Casino, beschallter Pool-Bar und Shopping-Mall eindeutig besser aufgehoben. Ich hingegen hätte dort die Aussicht auf den Starbucks unter mir gerne gegen die auf Strand und Meer eingetauscht. Deshalb mein heißer Tipp für alle Europäer, die ähnlich ticken wie ich: Kommt nach Aruba, aber bucht unbedingt ein Low Rise Hotel am Eagle Beach! (Und gönnt euch trotzdem einen Luxus-Tag auf Renaissance Private Island, auch wenn das Vergnügen nicht gerade billig ist!)

Im Manchebo freue ich mich über den direkten Blick aufs Meer. Die Farbe gleicht einem Cocktail aus Blue Curacao und Milch. Das offen gestaltete Shala, in dem mehrmals täglich Yoga- und Pilateskurse stattfinden, ist das einzige, das sich zwischen meinem Balkon und dem Meer breit macht. Es ist nur eine von zwei Plattformen, auf welchen Kurse zu unterschiedlichen Themen und Levels stattfinden. Ich hole mir einen Kursplan, der bei der Rezeption aufliegt, und stelle erfreut fest, dass das Manchebo ebenso viele Kurse anbietet wie so manches Yogastudio. Damit hat sich das Resort erfolgreich als Yogahotel etabliert. Auch Gäste aus den Low Rise Hotels in der nahen Nachbarschaft können die Kurse buchen.

Ich mag den soliden Kolonialstil in den Zimmern und in den anderen, weitgehend offen gestalteten Räumen, wie Lobby, Bar oder Restaurant. Der zugegeben etwas in die Jahre gekommene Look zeugt von Charakter und Persönlichkeit. Die Badezimmer sind nicht so hip und modern wie im Renaissance Hotel, aber man legt viel Wert auf kleine Details. Die frischen Kräuter werden beispielsweise mit viel Liebe in einem sonnengeschützten Häuschen großgezogen (Bei der Hitze und Trockenheit, die auf Aruba herrscht, durchaus eine herausfordernde Aufgabe!). Das Granola wird selbst gemacht und kommt mit allerlei Früchten und frisch gemixten Smoothies auf den Frühstückstisch.

Und nein, ich war noch nie ein Early Bird. Ich würde mich aus Rücksicht auf meinen Bio-Rhythmus eher um Mitternacht als zum Sonnenaufgang auf der Yogamatte einfinden. Dafür, dass ich dann doch ganz ohne Weckruf bei der ersten Yogastunde des Tages an vorderster Front mit dabei bin, habe ich drei mögliche Erklärungen: 1. Mein Körper und mein Geist haben ihren europäischen Rhythmus einfach beibehalten, und so ist der morgendliche Energieschub eigentlich ein nächtlicher. 2. Zu wissen, dass sich vor meinem Balkon der perfekte Mix aus Palmen, Meer und weißem Sand ausbreitet, aktiviert jede Zelle in mir. Wer möchte das Paradies schon verschlafen? 3. Der Weg zum Yogashala ist so unfassbar kurz, dass das darüber Nachdenken, ob man nun Yoga machen sollte oder nicht, mehr Anstrengung kostet, als es einfach zu tun.

Am Ende hätte mich wohl nicht mal das größte Schlafdefizit aller Zeiten davon abhalten können, dieses großartige Ambiente für meine Yogapraxis zu nützen. Um gleich danach auf dem kurzen Weg zum Frühstück den froschgrünen und blitzblauen Gekkos einen ebenso guten Morgen zu wünschen, wie ich ihn hier habe.

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Mystical Sunset-Yoga mit Maria Pucci Garcia – Tres Trapi Beach

Wer hätte gedacht wie abwechslungsreich Yoga in Aruba sein kann! Perfekt, denn ich liebe es ja, auf meinen Reisen Neues zu erkunden und dabei unterschiedliche Yogafacetten zu entdecken. “Yoga is universal” sagte erst kürzlich wieder eine Amerikanerin zu mir, die ohne ein Wort deutsch zu sprechen, in eine meiner Yogastunden in Salzburg geraten war. Wie wahr. Yoga kann man auf der ganzen Welt üben, es ist wie eine Sprache für sich, die jeder versteht. Trotz meiner langjährigen Praxis und der Tatsache, dass ich wirklich schon an unzähligen Yogastunden bei unterschiedlichsten Lehrern auf der ganzen Welt teilgenommen habe, war ich noch nie gelangweilt. Im Gegenteil, es hat mich immer nur noch neugieriger gemacht, was sich da alles entfaltet. Meghan Currie hat einmal richtig gesagt: “Yoga ist wie eine Zwiebel, man kommt Schale für Schale immer tiefer.” Und so schäle ich in Aruba meine Yoga-Zwiebel munter weiter, um in eine Mystical Yoga Session einzutauchen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich keine Ahnung, was dabei genau passieren wird, lasse mich aber gerne darauf ein. Nicht zuletzt, weil mich Maria Pucci Garcia an ihrem Lieblingskraftplatz, einem Felsen direkt am Tres Trapi Beach, so herzlich empfängt. Sie hat allerlei Utensilien auf einer Decke ausgebreitet: Karten, Steine, Muscheln und eine Mala-Kette. Alles Dinge, die eine besondere Bedeutung für Maria haben. Sie zündet ein Stück Sandelholz an, dessen Duft die frische Meeresluft ergänzt. Wir beginnen mit Atemübungen und einer Meditation. Ich schließe die Augen und fühle mich mir selbst sehr nahe. Einfach sein. Nicht irgendwo, sondern an einem der schönsten Plätze der Welt. Wir singen Mantren.

Ich höre Menschen im Hintergrund, die staundende Sätze murmeln, in dem das Wort “Yoga” vorkommt. Wir ziehen mit unseren spirituellen Ritualen vermutlich gerade einige Aufmerksamkeit auf uns. Doch ich öffne die Augen nur dann und wann, um zu sehen, wie sich der Himmel rot und orange verfärbt. Wir üben auch ein paar Sonnengrüße, doch die Asanas scheinen beim Mystical Yoga nicht die Hauptrolle zu spielen. Und das ist gut so. Am Ende genieße ich ein langes Shavasana und die etwas kühler werdende Brise, die vom Meer herüber weht. Ich nehme den Duft verschiedener Essenzen wahr, höre Geräusche von Steinen und Muscheln. Ich spüre wie Maria meine Schultern sanft in den Boden drückt, meine Füße und Hände massiert. So herrlich, dass ich die Augen gar nicht mehr öffnen möchte. Doch es lohnt sich, nach unserem finalen Om, das über dem Meer verhallt, es doch zu tun. Denn Maria lässt mich eine ihrer mitgebrachten Kärtchen ziehen. Ich lasse mich von meiner Intuition leiten und ziehe eine Karte, deren Text mir Gänsehaut bereitet. “Bodies of Water” lautet die Überschrift. Die dazugehörige Botschaft: “Spend time near water, such as a lake, a river or the ocean to recharge your batteries.” Ich fühle mich noch mehr bestärkt als bisher, meiner Sehnsucht nach dem Meer zu folgen. Als kleines Andenken überreicht mir Maria das Stück Sandelholz.

Die Sonne ist fast untergegangen. Auf einer Decke leuchten kleine Lampions. Auf mich wartet ein kleines Yoga-Picknick am Strand – der Tag könnte nicht stimmiger zu Ende gehen. Ich stecke die Füße in den noch warmen Sand und schwelge in den liebevoll zubereiteten Köstlichkeiten von Nuts Nuts: ein köstlicher Papaya-Salat mit Minze, bunt gefüllte Veggie-Wraps und Schokoladenmousse mit Erdbeeren. Und weil wir in der Karibik sind, darf dazu der Sparkling Rosé nicht fehlen. Alkohol bekommt an diesem Platz der Erde eine andere Dimension. Was in unseren Breitengraden eher dazu benutzt wird, Sorgen zu ertränken, scheint hier einfach zur bewusstseinserweiterten Lebensfreude dazuzugehören. Und ich stelle fest, dass sich der Rosé schon seit Jahren wie ein roter Faden durch diesen Blog zieht.

In diesem Sinne: Santé! Den Moment zu genießen, kann so einfach sein!

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Hinweis: Ich wurde von Aruba Tourismus zu dieser Reise eingeladen. Herzlichen Dank für die Möglichkeit, dass ich meiner Lieblingsbeschäftigung Yoga auf so vielfältige Weise nachgehen durfte! Dieser Blogpost gibt ausnahmslos meine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und ehrlichen Meinungen wider. 

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Fotos: SUP-Yoga Renaissance Private Island (9), Yoga Manchebo Beach Resort & Spa (1), Rest: eigene Fotos

3 Comments

  • Reply Nord-Peru Reisen 11. Juli 2016 at 17:05

    Wow, 3mal Yoga an unbeschreiblichen Orten ! Deine Fotos sind wunderbar ! Vielen Dank fürs Teilen.

    • Reply Jeanette 11. Juli 2016 at 17:28

      Danke dir liebe, Martina! Das waren 3 x ganz tolle Erlebnisse! Lg Jeanette

  • Reply Wohin wollen wir noch reisen? 10 Jahre Follow Your Trolley. Bloggen wie damals 18. Juni 2018 at 18:46

    […] mit Monstera-Print und Flamingos. Ja, überall diese Flamingos! Ich war übrigens der Meinung, Aruba sei voller Flamingos. Bis ich selbst dort war und 7 oder 8 auf Renaissance Island ausgesetzten […]

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