Type and press Enter.

Wie man Sir Richard Branson in seinem neuem Luxusrefugium auf Bali besucht, ohne eingeladen zu sein

Haupthaus Panchoran Retreat

Ich war da! Auf Sir Richard Bransons frisch erworbenem Anwesen auf Bali, dem Panchoran Retreat in Ubud. Und da mein Name wahrscheinlich nicht auf der Gästeliste steht, war ich einfach schon mal vor ihm da.

Bali ist nicht neu auf dem Follow Your Trolley Reiseblog. Fast könnte man sagen, ein alter Hut: Vier prall gefüllte Wochen – mit Yoga, einheimischen Heilern und extra eingeflogenen Gurus, innerer Einkehr und erleuchtenden Momenten. Zwischen Bintang-Bier und Coconut-Cocktails, duftenden Ölmassagen und Vollmondzeremonien, Surferwellen und Sonnenuntergängen. Indonesische Exotik in all ihren Facetten.

Genau ein Jahr ist es her, als mein Trolley über Stein und Bambusholz rollte, hinein in das “Rustic House” des Panchoran Retreats – eines von mehreren Luxushütten, die die britische Interieur-Designerin Linda Garland mitten in den Regenwald setzen ließ.

Das stilvolle Eco-Resort liegt am Rande des Örtchens Ubud mitten im Regenwald versteckt. Berühmtheit hat es als Drehort von “Eat. Pray. Love.” erlangt. Julia Roberts durfte im umdekorierten Haupthaus so tun, als würde sie hier ihr wahres Ich entdecken. Und vielleicht hat sie das auch. An einem Ort wie diesem gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Während das großzügige Panchoran Retreat aufgrund seiner, von allen weltlichen Einflüssen abgeschiedenen Ruhelage für viele Jahre den Rahmen für Yoga- und Meditationsretreats sowie allerlei feierlicher Zeremonien bildete, war es trotz seines Wirkens als glamouröse Filmkulisse ein verschlafener Ort der Stille, an dem an manchen Ecken und Enden der Zahn der Zeit nagte. Ein klarer Fall für Richard Branson, der das ehemalige 5 Sterne-Resort nun unter seine Fittiche genommen hat.

Anfängliche Gerüchte, dass der umtriebige Visionär und Milliardär seiner Vorliebe für exotische Luxusplätzchen erneut nachgegeben hat, finden in diversen Online-Meldungen reichlich Bestätigung. Es muss ja schließlich nicht immer gleich eine eigene Insel sein. Dass es sich im Panchoran Retreat aushalten lässt, kann ich jedenfalls nur bestätigen. Kleine, versteckte Hideaways aus Bambus für zwei bis vier Personen – von natürlich-charmant bis nobel-luxuriös – mit labyrinthartigen Naturwegen und Steintreppen miteinander verbunden. Zwei Pools in Farbe und Form in das Mattgrün der tropischen Umgebung eingebettet. Dunkles Holz, das auf weiße Stoffe trifft. Eine betörende Lärmkulisse von wilden Affen, schreienden Paradiesvögeln und plätschernden Gewässern. Ein Yoga-Shala und eine Art überdachte Hängebrücke für freischwebende Meditationsexzesse. Wer weiß, vielleicht hat Mr. Branson ja Verwendung dafür.

Was er sich keinesfalls entgehen lassen sollte, ist das Duschen unter freiem Himmel. Ich träume noch heute vom Open-Air-Duscherlebnis mit freiem Blick auf den Regenwald. Am Naturpool ist allerdings Vorsicht geboten, hier treiben Riesenameisen und Mosquitos ihr Unwesen. Überhaupt muss man hoffen, dass Richard Branson nichts gegen ungebetene Besucher auf vier oder mehr Beinen hat. Denn davon gibt es viele:

Gekkos, die an der Decke hängen, Schlangen, die sich erhobenen Hauptes durch den Rasen schlägeln, Kröten, die sich nachts gerne unter Toilettendeckeln verstecken und wilde Affen, die frech an Fensterscheiben klopfen.

Eines steht fest: Seinen Hang für kleine Abenteuer kann der neue Hausherr des Panchoran Retreats voll und ganz ausleben. Denn man weiß nie, welcher Gast als nächstes vor der Türe steht oder ungefragt durch die luftigen Ritzen aus Bambus gekrochen kommt. Ach, wie gerne würde ich nochmals vorbeischauen. Nochmals die Lage checken und sehen, in welchem der Häuschen es sich Richard Branson gemütlich macht. Fast ist es, als hätte ich ein Anrecht darauf, diesen himmlischen Ort regelmäßig zu besuchen. Mal sehen, wenn ich das nächste Mal nach Ubud komme, klopfe ich einfach mal an…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.