Driving home for Christmas: 5 Tipps für ein fantastisches Weihnachten

24. Dezember 2017
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Heute ist Weihnachten! Und ich habe die Ehre, das 24. Türchen des Yogablog-Adventkalenders, den Melanie mit ihrem ganzwunderbar-Blog ins Leben gerufen hat, zu öffnen!

Ich feiere dieses Jahr nicht zu Hause in Salzburg, aber auch nicht in exotischer Ferne. Sondern irgendwo dazwischen. Wenn du das liest, sitze ich vermutlich gerade im Auto und höre Chris Rea. Der besingt mit rauchiger Stimme eigentlich nur, dass man Weihnachten sowieso nicht entkommt. Also kann man sich auch gleich darauf einlassen! Und es auch noch so richtig gut finden. Selbst dann, wenn man kein Fan von Christbaumkugeln, Keksen & Co ist! Hier kommen meine besten Tipps für alle, die Weihnachten daheim verbringen und es nicht bereuen möchten.

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Ich öffne dieses Türchen in einem absolut tiefenentspannten Zustand. Hektik vor Weihnachten? Kenne ich nicht. Ich bin schließlich Yogalehrerin. Und wir wissen ja, Yogalehrer haben die Entspannung quasi erfunden. Yogalehrer haben niemals Stress. Ob ich Kekse gebacken habe? Selbstverständlich. Glutenfrei und vegan natürlich. Ich habe sie feinsäuberlich in wunderhübsche Dosen geschichtet. Ich tue das als eine Art der Meditation Ach, ja Meditation. Natürlich meditiere ich täglich! Ich meine, wer tut das heutzutage nicht.

Weihnachtsgeschenke? Die habe ich schon im Oktober besorgt und liebevoll verpackt! Ist doch klar. Denn im Dezember bin ich schließlich damit beschäftigt, auf idyllischen Adventmärkten und bei Spaziergängen durch frisch gefallenen Pulverschnee die Weihnachtsstimmung aufzusaugen. Aber das wisst ihr ja. Denn das Leben einer Reise- & Yogabloggerin ist eine Aneinanderreihung wunderschöner Instagram-Momente. Was denn sonst?

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Wer gerade beschlossen hat, dass er mich nicht leiden kann, dem sei gesagt: Wir können Freunde bleiben – denn das alles ist gelogen!

Meine aktuellen Insta-Stories bestätigen das! Ich bin nämlich eine hemmungslose Optimistin, wenn es um den Faktor Zeit geht und bastle noch wenige Stunden vor dem Fest an meinen Geschenken. Erschwerend kommt dazu, dass ich kein großer Weihnachtsfan bin! Was daran liegen kann, dass Weihnachten im Winter stattfindet und ich auch kein Winterfan bin! Ihr kennt mich ja und meinen Blog: Dauernd das Meer und die Farbe Türkis. Da und dort ein schönes Hotel, und wieder das Meer, und dann wieder die Yogamatte. Und dann wieder ich, mit Flip-Flops an den Füßen. Immer dasselbe.

Der Winter kommt auf diesem Blog zu kurz. Ich steh’ dazu. Und wo kein Enthusiasmus, da passiert auch nichts. Es braucht eben schon ein bisschen Leidenschaft für das Weihnachtsfest, will man ordentliche Kekse backen. Vor dem ersten Advent darf man das W-Wort in meiner Gegenwart gar nicht in den Mund nehmen. Da habe ich nämlich noch Flip-Flops an. Also gut, das ist jetzt übertrieben, aber ich war am dritten Adventwochenende in Triest. Habe mir eine Brise Meer um die Nase wehen lassen und den schönsten Dezember-Sonnenuntergang meines Lebens gesehen! Ich bin sehr kreativ, wenn es darum geht, Strategien zur Verkürzung des Winters zu entwickeln.

Sunset Trieste Winter

Bei aller Reiselust: Weihnachten entkommt man nicht! Irgendwann rückt Weihnachten einfach näher. Und irgendwann ist das Fest aller Feste da! Ob man es mag oder nicht. Ob man Geschenke hat oder nicht. Ob man Kekse gebacken hat oder nicht. Ob man irgendwo in der Ferne am Strand hockt und sich einbildet, man wäre weit weg von diesem jährlichen Ritual.

Ich hab’ Weihnachten schon an allen möglichen und unmöglichen Orten gefeiert oder besser gesagt „an mir vorüberziehen lassen“. In dem Geburtsjahr dieses Blogs war ich im neuseeländischen Wellington. Ich war den Neuseeländern zwar dankbar, dass sie sich dekotechnisch auf eine einzige große, silberne Kugel über irgendeinem öffentlichen Platz beschränkten, aber dann war es doch irgendwie stimmungslos. Schnee gab es natürlich auch keinen. Aber zumindest habe ich ausprobiert, wie es ist, den 1. Weihnachtstag im Hotelzimmer zu verbringen und mit Sweater und Pyjamahose höchstens bis zur Tür zu gehen, um den Roomservice reinzulassen.

Ich habe Weihnachten auch schon mal in Palma de Mallorca verbracht. Und ich kann nur sagen: Du entkommst der Sache nicht! Auch wenn du nicht alleine bist, fühlst du dich wie der einsamste Mensch der Welt, sobald du am 24. Dezember ein geöffnetes Restaurant in der feuchtkalten Dunkelheit suchst. Wer Lissabon ganz ohne Menschen erleben möchte, der kommt am besten am 25. Dezember um die Mittagszeit am Flughafen an. Mit etwas Glück steht dort irgendwo ein Taxifahrer, der dir auf der Fahrt in die City inbrünstig erzählt, welche Feierlichkeiten mit der Familie heute noch anstehen.

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Man entkommt der Sache nicht. Zumindest nicht zu 100 Prozent. Also kann man auch gleich zu Hause bleiben, mit der Familie feiern und sich einfach darauf einlassen! Es ist wie mit dem gefürchteten Klassentreffen: So schlimm ist es am Ende gar nicht! Wirklich!

Alle, die gerade in Bali, Südafrika oder Thailand sind, weil sie mit Weihnachten auf Kriegsfuß stehen, müssen jetzt nicht weiterlesen. Für all die anderen, die den heutigen Weihnachtstag mit gemischten Gefühlen betrachten und auch nicht so recht wissen, wie sie die Folgetage überhaupt überleben sollen, habe ich ein paar heiße Tipps! Die meisten davon habe ich mir heute (während ich diesen Post schreibe, ist noch eine halbe Stunde lang der 23. Dezember!) bei der Last-Minute-Fertigstellung meiner Weihnachtsgeschenke selbst nochmals für den Eigenbedarf in Erinnerung gerufen! ;)

Meine 5 besten Tipps für ein fantastisches Weihnachten

Ein früher Vogel sein!

Ich muss dieses Jahr weder kochen, noch Gastgeberin spielen. Ich muss nur den Trolley packen und nach Würzburg fahren, weil die Familie dort zusammenkommt. Egal, was deine Rolle heute auch sein mag und was immer du vor hast: Leg’ früh genug los! Denn gerade dann, wenn man das Weihnachtsfest ganz entspannt begehen will, passiert oft genau das Gegenteil. Man lässt sich ewig Zeit für Beautyrituale und liebevolle Essensvorbereitungen und plötzlich stehen die Gäste vor der Tür! Konzentration auf das Wesentliche lautet die Devise! Und sollten Yoga, Meditation und Räucherrituale nicht mehr in den Tag passen, dann wird es der innere Guru verzeihen!

Perfektion loslassen!

Das ist ja für mich selbst der wichtigste Grundsatz überhaupt! Meine Geschenke wurden vor wenigen Stunden im Freestyle-Modus aus Geschenkpapier-Resten verpackt. Nicht so perfekt, wie man es sonst von mir gewohnt ist, aber Geschenkverpackungen sind schließlich nicht für die Ewigkeit gedacht! Im letzten Jahr habe ich mich vom Dessert eines Haubenkochs inspirieren lassen. Während ich in der Küche eineinhalb Stunden lang damit gekämpft habe, hat man sich im Wohnzimmer gelangweilt. Eine Gastgeberin, die ein perfektes 3-Gänge-Menü kredenzt, aber stundenlang nicht ansprechbar ist? Nicht Sinn der Sache! Es gilt also: Loslassen! Alles, was Stress verursacht oder Einfaches kompliziert macht, loslassen!

Zeitlos werden!

Sobald Kinder beim Weihnachtsfest dabei sind, bekommt die Weihnachts-Angelegenheit zum Glück einen ganz neuen Charakter. Ich erinnere mich an meine eigenen Kindertage zurück: Der Tag schien endlos zu dauern, während wir fieberhaft auf die Bescherung gewartet haben. Und ist diese Endlosigkeit nicht ein tolles Gefühl? Das komplette Gegenteil zum permanenten Zeitmangel, den wir als Erwachsene ständig spüren! Es gibt keine Zeit, die perfekter wäre, um in die Zeitlosigkeit abzutauchen! In ein geheimes, schwarzes Loch abdriften, in dem es keine E-Mails gibt und auch keine störenden Anrufe! Keine To-Do-Listen und keine Termine. Zu Weihnachten kann man sich das (in den meisten Fällen) tatsächlich erlauben! Demnach jetzt oder nie: Smartphone ausschalten! Es gibt nicht mal die Ausrede, dass du für deine Familie erreichbar bleiben musst. Denn deine Familie tanzt vermutlich gerade ohnehin um dich herum! Live und in Farbe!

Rituale über Board werfen!

Ja, die Sache mit den Ritualen! Einerseits wird gerade in Yogakreisen darüber geredet, wie wichtig Rituale sind. Andererseits können einen festgehaltene Traditionen auch erdrücken. Natürlich ist es Pflichtprogramm, dass am 26. Dezember alle Familienmitglieder geschlossen zu Tante Erna zu Kaffee und Kuchen fahren. Dennoch könnte man so manches Ritual auch überdenken. Muss es auch dieses Jahr so sein, nur weil es immer schon so war? Hab’ ich überhaupt Lust auf Tante Ernas Kuchen? Da in meiner Familie mindestens vier Nationen zusammengewürfelt werden, bleibe ich von unverrückbaren Traditionen zum Glück verschont. Eher Patchwork. Freestyle. Jedes Jahr anders. Und in diesem Jahr wird auf mexikanische Art gefeiert. Tortillas, Tequila, olé! Und das ganz ohne Fernreise! Rituale & Traditionen kann man natürlich auch weniger drastisch in Frage stellen: Frag‘ Tante Erna, ob sie nicht einfach mal ein neues Kuchenrezept ausprobieren will!

Zufrieden sein!

Und dann ist da noch so ein Wort: Dankbarkeit! Gerade zu Weihnachten werden wir allerorts damit konfrontiert, dankbar zu sein. Ich habe aber noch einen viel besseren Begriff, der weit weniger strapaziert ist: Zufriedenheit! Ha, ertappt, oder? Wer ist heute noch zufrieden? Kein Mensch. Das Wort wird so selten benutzt, dass es fast schon antiquiert wirkt. Aber klingt es nicht großartig! Wer zufrieden ist, der kann sich jetzt und hier sofort restlos entspannen. Er muss nichts erreichen, er muss nicht optimieren, er muss auch nicht „die beste Version von sich selbst“ kreieren. Denn wenn der Mensch zufrieden ist, dann fällt jeglicher Ballast, jeglicher Druck weg. Einfach zufrieden sein – und zwar mit allem, was gerade ist. Zu Weihnachten. Und zu jeder anderen Zeit im Jahr. Könnte das nicht der Schlüssel zu vielen Schwierigkeiten, Hürden und Herausforderungen in unserem Leben sein?

In diesem Sinne:

Hab’ eine zufriedene, zeitlose und unperfekte Weihnachtszeit!

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