InstaTrip #19: Brandenburg – so grün ist der Sommer im Spreewald!

23. Juni 2015

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Grüne doch so nah liegt: Vor den Toren Berlins steht der Spreewald der üppigen Vegetation eines exotischen Regenwaldes um nichts nach.

Ich bin ein absoluter Natur-Fan. Je grüner, desto besser. Und dabei ist das Spektrum meiner Vorlieben ziemlich weit gesteckt. Das dürfen mattgrüne Olivenbäume in Italien sein, aber auch die satten Reisfelder in Bali. Auf meinem Trip in den Spreewald habe ich eine neue Facette von grünem Grün entdeckt: Es sind die Nuancen steinalter Eichenbäume bis hin zu üppigen Farnen, die am Rande der Kanäle wachsen.

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis: Im Spreewald gibt es zwar auch künstlich angelegte Kanäle, doch vor allem sind es “Fließen”, die sich hier seit Ende der Eiszeit netzartig durchs Gelände ziehen. Das lerne ich schon auf der Fahrt mit dem Taxi Pampel, das Bernd Müller gehört. Wäre er nicht Taxifahrer geworden, hätte er auch einen guten Guide abgegeben. Jede Baumsorte im Spreewald kann er unterscheiden, denn schon als Kind wurde er zum Holzhacken rausgeschickt und “da lernt man schnell, was eine Buche oder Eiche ist”. Was Kaupen sind, lerne ich später von Herrn Gahl, der mich eigentlich zu einer Kahnfahrt auf frischem Heu entführen wollte. Doch die muss wegen Regen leider ausfallen. Also wird ersatzweise ein Kahn mit Bänken und schützendem Dach fertig gemacht. Herr Gahl hat für jeden Einsatz den passenden schwimmenden Untersatz, denn er betreibt nehmen seinem Ferienhaus Kalmus auch einen Kahnverleih und eine Kahnfahrschule.

Wir schippen am Haus Kaupen Nr. 6 vorbei. Ein altes Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert, das heute ein Wirtshaus ist. Kaupen sind inselartige Hügel, die früher genug Schutz vor dem Wasser boten. Zumindest kann man in den schmalen Wasserläufen nicht ertrinken. “Wer hier ertrinkt, ist nur zu faul zum Aufstehen”, sagt Herr Gahl mit einem Augenzwinkern. An manchen Stellen reichen die Wasserarme der Spree selbst Kindern nur bis zum Knie. Ich genieße die herrliche Ruhe während wir uns auf dem Wasser langsam fortbewegen. Es sind fast urwaldähnliche Geräusche, die man vor der Kulisse magischer Wälder, wahrnimmt. An Land ein paar Ziegen, Enten auf dem Wasser und hie und da eine blühende Seerose. Hach, man muss sich einfach in den Spreewald verlieben! Dabei ist er auch abseits der Gewässer ebenso grün und prächtig – rund um das Schloss Lübbenau zum Beispiel, das inmitten einer riesigen Parkanlage residiert.

Auf einer Etappe des Gurkenradweges radle ich am nächsten Tag beschwingt von Lübbenau nach Lübben. Das Grün nimmt zur Freude meiner Sinne kein Ende, ganz im Gegenteil! Mohnblumen wechseln sich mit meterhohen Bäumen am Wegesrand ab. Der Sommer hat im Spreewald gerade erst begonnen und ist bereits in voller Pracht und Blüte. Ob das am Regen liegt, der mich an diesem Wochenende leider begleitet, frage ich Einheimische. Nein, es wäre hier immer so grün, antwortet man mir. Wen wundert es da, dass das Hotel Strandhaus in Lübben im Zentrum der Stadt und doch mitten im Grünen liegt. An einem herrlichen Platz zwischen Parkanlagen und der Spree. Hier muss man ganz einfach zur Ruhe kommen, es gibt gar keine andere Wahl. Die Natur zeigt sich übrigens auch im Örtchen Burg von ihrer besten Seite: Die Spreewald Therme und das dazugehörige Thermenhotel haben sich zwischen meterhohem Schilf und alten Eichen platziert. Mehr noch: Die Architektur wurde so ausgerichtet, dass man die Natur in die vielfach offen gestalteten Räume holt. So ist es eine pure Wohltat in sprudelnder 35 Grad warmer Sole zu plantschen und sich ringsum weiter an den grünen Facetten der Natur zu erfreuen. Ich würde dann übrigens gerne wiederkommen. Vielleicht nur um zu sehen, was der Herbst mit dem Spreewald macht. Der kalifornische Indian Summer ist wahrscheinlich nichts dagegen.

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Hinweis: Dieser Beitrag entstand im Auftrag der insider publishing gmbh und in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, die mich im Rahmen der Initiative #JoinGermanTradition zu dieser Reise eingeladen hat. Alle Meinungen sind meine eigenen.

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