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Yoga & Detox Retreat mit Julia Lietz im Stock Resort im Zillertal

Das Stock Resort in Finkenberg in Tirol ist in 40 Jahren zu einem 5-Sterne-Refugium gewachsen. Ich war dort, um herauszufinden, wie Yoga & Detox mit Luxus & Genuss zusammenpassen.

Das Zillertal ist so schön, dass man es für eine aufgebaute Filmkulisse halten könnte. Genau das denke ich, als ich die letzte Etappe nach Mayerhofen mit der gemütlichen Zillertal-Bahn zurücklege. Am Bahnhof werde ich schon erwartet und es dauert nur einige Minuten bis ich im Stock Resort ankomme. Als man mich zu meinem Zimmer führt, ahne ich schon, dass ich mich in den kommenden Tagen in dem über vier Jahrzehnte zum 5-Sterne-Hotel gewachsenen Luxus-Refugium verlaufen könnte.

Das Wort „Zimmer“ ist übrigens eine ziemliche Untertreibung, sofern man in einer der neuen Alpine Lodges übernachtet, die 2012 mit einem darüber liegenden Outdoor-Pool gebaut wurden. Ich habe in den Jahren ja schon so einiges an außergewöhnlichen Hotels gesehen, dass es fast schon beschämend ist, wie schnell man sich an Luxus gewöhnt. Die Alpine Lodge hat mir dennoch mehrfach ein „Wow“ entlockt. Das erste gab’s für die grandiosen 70 Quadratmeter und die große Panoramaterrasse mit Blick auf den Ahorn. Das zweite Wow gab’s für die eiförmige Badewanne im Masterbad. Das dritte Wow geht an die Toilette, die aufgrund ihrer vielen Funktionen einer Einschulung durch das Personal bedarf: Der Klodeckel hebt und senkt sich per Knopfdruck, die Klobrille ist in drei Stufen beheizbar und der innere Rand subtil beleuchtet.

Yoga-Auszeit im Stockresort im Zillertal

Bevor ich mich in Toiletten-Details verliere, habe ich allerdings eine ganz andere Mission: In mein Yogaoutfit zu schlüpfen und den Yogaraum zu finden. Ich versuche mir den etwas verwinkelten Weg dorthin für die nächsten Tage einzuprägen. Der Energieraum ist ein großzügiges Loft mit viel Glas auf zwei Seiten, Matten, Meditationskissen und einem riesigen Buddha.

yogaraum hotel stock

Julia Lietz, die uns durch das Yogaretreat mit den Schwerpunkten Detox und Ayurveda führt, erwartet uns schon. Ich schließe sie sofort in mein Herz, da sie mich mit ihrem Wesen und Aussehen an Meghan Currie, eine meiner Lieblingsyogalehrerinnen, erinnert. Schon bei den Wahrnehmungs- und Atemübungen am ersten Abend ist zu spüren, dass hier ein Yogi-Profi am Werk ist, der noch dazu mit Leichtigkeit und Humor gesegnet ist. Ich mag Julias einfühlsamen Unterricht und ihre sorgsam gewählten Worte, die auch die Ungeübteren unter uns schnell in die Yogawelt eintauchen lassen.

Yogaretreat mit Julia Lietz

Nach dem Yoga hüpfe ich in meine freistehende Ei-Badewanne und lasse mich mit Fernbedienung in der Hand vom Weltgeschehen berieseln, das mir der Flatscreen an der Wand offeriert. Schließlich will ich alles auskosten, was mir meine Luxussuite bietet. Eine Nespresso-Kaffeemaschine und eine Minibar, die eher einem hochwertigen Weinschrank gleicht, gehören hier ebenso zu Standard wie Farbspiele an Decke und Wänden. Ich entscheide mich für Pink, das auch die in Holz geschnitzten Schnörkel rund um mein Luxusbett in ein warmes Licht taucht.

Luxus in den Bergen & das Prinzip der Fülle

Wie erwartet, erfordert es einige Minuten und mindestens eine Fahrt mit dem Aufzug, bis ich das Restaurant erreiche, das in mehrere Bereiche unterteilt ist: moderner Alpen-Chic für die Paare, die ungestört sein wollen, ein separater Raum für Familien und die große Stube im Stammhaus, in dem unsere Yogagruppe Platz findet. Wie so vieles im Stockresort folgt auch die Kulinarik dem Gesetz der Fülle und Vielfalt. Vegetarier und Veganer sind hier keine sonderbare Spezies, die man irgendwie satt kriegen muss, sondern man umsorgt sie mit Akribie und Einfallsreichtum. Jeder Gang ist eine optische und geschmackliche Überraschung, die von der Tatsache, dass die Servicecrew die silberfarbenen Cloches über dem Hauptgericht synchron erhebt, noch übertroffen wird. Penibler Service, der von Herzen kommt. Spätestens als drei Mitarbeiter am Nebentisch ein Geburtstagsständchen für einen Gast anstimmen, habe ich keinen Zweifel daran, dass sich die Stock-Mannschaft bei der Arbeit genauso wohl fühlt wie die Gäste im Urlaub.

Aussicht Kirche Stockresort

Genuss und Detox auf einen Nenner bringen, aber wie?

Auch beim Frühstück folgt man dem Grundsatz: Mehr ist mehr! Und sollte man den warmen Hirsebrei vermisst haben, dann nicht, weil es keinen gibt, sondern weil man ihn angesichts der Fülle an Möglichkeiten einfach übersehen hat. Vom Ingwer-Kardamom-Wasser und den täglich neu inspirierten Smoothies schlendere ich weiter an unzähligen Brot- und Käsesorten vorbei und gönne mir täglich ein Ei, weil es mit so viel Liebe und einem Lächeln frisch zubereitet wird. Der Kaffee kommt leider aus dem Automaten, doch die unglaublich vielen Teesorten machen dieses Manko wieder wett.

Schon am zweiten Tag unseres Yogaretreats, das ja unter dem Detox-Gedanken steht, wird klar, das wir uns beim Gang zum Buffet in so manchen Widerspruch verwickeln. Denn auch wenn es gelingt, sich beim Frühstück im Zaum zu halten, steht am Nachmittag die nächste Verlockung auf dem Programm: Kuchen, Suppen und Salate sind selbstverständlicher Teil des täglichen Verwöhnprogramms. Beim Ayurveda-Workshop mit unserer Lehrerin Julia finden wir die Lösung für das Dilemma: Im Stock kommt nur Gutes und Gesundes auf die Teller. Deshalb darf es auch ein bisschen mehr sein, solange wir nur alles mit Genuss und Achtsamkeit verzehren! Und wer die Entgiftungsprozesse trotzdem noch ankurbeln möchte, der geht eben noch auf einen Aufguss in die Sauna. Fragt sich nur, in welche? Denn – wen wundert’s – im Stockresort erstreckt sich die riesige Spa-Landschaft gleich über zwei Etagen. Die Seele könnte in Bedrängnis geraten, denn sie muss sich entscheiden, ob sie in der Blockhüttensauna, im Blütendampfbad, im Whirlpool oder auf Wasserbetten baumeln möchte.

pool hotel stock zillertal

Ein strategischer (Yoga-)Urlaub mit allen Finessen

Ich lerne, dass eine Auszeit im Stockresort nach einer ausgetüftelten Strategie verlangt, um nichts von der Fülle der täglichen Urlaubsangebote zu verpassen. Wer aufmerksam die Morgenpost studiert, hat schon mal die Nase vorn. Vielleicht will man sich ja der Wandergruppe mit Martin anschließen oder ein Training im Panorama-Fitnessclub einschieben. Die Essenszeiten – und in unserem Fall die Yogaeinheiten – sind die großen Eckpfeiler, um die man sein restliches Programm bauen sollte. Sehr hilfreich sind Stammgäste, die längst wissen, wo das Käsebuffet steht und dass der Klangschalen-Aufguss um 16.30 Uhr ein echtes Erlebnis ist. Weil sich Indoor schon so viel tut, läuft man Gefahr, die Außenwelt vergessen. Was im Stockresort fast schon eine Sünde wäre, denn eine Runde im Sportpool zu schwimmen und danach im kuscheligen Bademantel vor beindruckender Alpenkulisse zu relaxen ist ein absolutes Muss. Dass eigentlich November ist, merke ich erst, als die Wintersonne frühzeitig hinter den Bergen versinkt.

outdoor pool panorama hotel stock zillertal

Das wahrscheinlich herzlichste Luxushotel in den Alpen

Nach meinen mit wunderbaren Yogastunden gefüllten Tagen verlasse ich das Stockresort mit dem Gefühl, noch längst nicht alle Winkel entdeckt zu haben und es noch genug auszuprobieren gibt, um wiederzukommen. Am besten mehrmals. Denn man muss wohl ein Stammgast sein, um das Hotel in seiner Größe, Weite und Tiefe zur Gänze erfassen zu können. Doch wie lässt sich der erste Besuch nun in kurze Worte zu fassen? Vielleicht gelingt es so: Man wird im Stockresort stets aus dem Vollen schöpfen. Man wird antiquierte Schnörkel finden, goldene Spiegel und plätschernde Brunnen als stolze Repräsentanten einer 40-jährigen Hotelgeschichte. Man wird auch auf moderne Architektur, komfortablen 5-Sterne-Hightech und feinsinniges Alpen-Design treffen, das sich ganz offen zu einer gewissen Opulenz bekennt. Und dennoch kann man sich sicher sein, stets die Wurzeln zu spüren und nie die Herzlichkeit und Authentizität eines familiengeführten Hotels und einer engagierten Mannschaft vermissen zu müssen. Auch dann nicht, wenn man sich fallweise in einem der Gänge verläuft, der die Jahrzehnte gelebter Gastfreundschaft miteinander zu verbinden versucht.

STOCK***** resort

Dorf 1426292 Finkenberg, Zillertal in Tirol // www.stock.at 

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Meditation Alpine Lodge Stockresort

Interior Suite Stockresort

interior design alpine lodges stockresort

Detox Yoga im Stockresort

Kaminzimmer Aussicht Stockresort

Hauswein Stockresort

restaurant stockresort

 

Hinweis: Vielen Dank an das Stockresort, das mich eingeladen hat, das Hotel kennenzulernen und am Yogaretreat mit Julia Lietz teilzunehmen. Dieser Blogbeitrag gibt unabhängig davon ausschließlich meine eigene Meinung wider.

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11 comments

  1. Pool und Aussicht sind genau mein Geschmack

    1. Meiner auch! ;))

  2. Was für ein Hotel !! Das nenne ich Luxus pur – und dazu noch mit einer Seele, klasse.

    1. Luxus, Seele, Berge! ;)

  3. Wir fahren im März das 5 mal ins Stock.
    Haben es in einem Italien Urlaub empfohlen bekommen und dachten mal sehen was uns erwartet.
    Unser Fazit das stock macht süchtig, wer einmal da war möchte immer wieder hin.
    Es ist wie nach Hause kommen und man kann wirklich die Außenwelt vergessen.

    1. Ja, das ist wohl wahr! Ein wirklich erstklassiger Mikrokosmos in den Bergen, dem es auch nicht an Gemütlichkeit fehlt! Dann wünsche ich euch schon viel Vorfreude und Entspannung beim nächsten Urlaub dort!

  4. Sieht wirklich toll aus, ganz nach meinem Geschmack. Ich bin zwar kein Yogi, doch dieses Hotel mit dem Angebot würde ich auch gerne ausprobieren ;-)
    Klasse!

    1. Im “Stock” wird dir auch ganz ohne Yoga garantiert nicht langweilig! Alleine das Fitnessstudio & der Spa sind riesig! ;)

  5. Welches Zimmer durftest du denn genießen. Ich überlege dort hinzufahren und eine Zimmerempfehlung würde mir sehr helfen!

    1. Eiskristall ist sehr zu empfehlen, liege gerade darin ☺️

    2. Lieber Stephan! Ich durfte in einer der Alpine Lodges residieren! Ohne Worte…purer Luxus, einfach traumhaft und gaaaanz viel Platz!