FYT Experts: Ayur-Yoga-Therapeut Remo Rittiner – 6 Tipps für deine erfolgreiche Yogapraxis

16. September 2017
Remo-Rittiner-Yoga-aufatmen-Leutasch-Tirol

Remo Rittiner in den Tiroler Bergen zu begegnen, war Zufall und Glücksfall zugleich. In seinem neuen Buch präsentiert er Yogaprogramme, die auf allen Ebenen wirksam sind.

Mein vergangenes Jahr war das Jahr der besonderen Erlebnisse und Begegnungen. Ich habe nämlich nicht nur an tollen Retreats an wahrhaft einzigartigen Orten rund um den Globus teilgenommen, ich habe dabei auch unglaublich inspirierende Menschen kennengelernt! Insofern kann ich sagen: Es lohnt sich einfach immer, die 4 Wände, die Komfortzone, den Kontinent oder was auch immer zu verlassen, um in die Welt hinaus zu gehen und neue Leute zu treffen. Sich zu unterhalten, zu vernetzen, zu philosophieren, gemeinsam zu essen, Yoga zu üben oder die Natur zu genießen.

So war es auch beim Komm’ zum OM-Event in Seefeld in Tirol, bei dem ich in der aufatmen-Pension in Leutasch neben den herzlichen Gastgebern Maria und Wolfgang auch auf viele tolle Yogalehrer, auf den Ayurveda-Koch Volker Mehl und den Yoga-Therapeuten Remo Rittiner getroffen bin. Ach, es waren einfach unvergessliche Tage in den Bergen, die sich im Nachhinein noch immer so herzerwärmend anfühlen wie ein Stapel alter Polaroids.

Remo-Rittinier-Yogatage-Seefeld-Tirol

So spontan wie Volker ein ayurvedisches Dinner auf den Tisch gezaubert hat, so spontan war auch Remos Einladung, mir eine therapeutische Einzelsession zu verpassen. Ich habe ja seit jeher große Mühe meine angeborene Hyperlordose im Zaum zu halten und dann kommt da noch eine zweite Sache hinzu, die mein Physiotherapeut als den „Hauch eines Skoliöschens“ bezeichnet.

Schon seit einiger Zeit kam mir der Gedanke, dass individuell angepasste, asymmetrische Yogaübungen diese kleine Inbalance ins Lot bringen könnten, doch wer hätte gedacht, dass ich in den Tiroler Bergen auf jemanden treffen würde, der genau auf diesem Gebiet ein absoluter Spezialist ist! Die persönlich für mich zusammengestellten Yogaübungen, die Remo auf einem Zettel notierte, haben schon beim ersten Üben ihre wundersamen Kräfte entfaltet. Ja, genau das hatte ich gebraucht! Damit war ich aber noch lange nicht am Ende meiner Sitzung, denn Schicht für Schicht behandelte Remo das ‚Problem’ auch auf der emotionalen Ebene. Mit einer einfühlsamen Pranayama-Anleitung konnte ich mein Herz-Kopf-Dilemma ein Stück weiter auflösen. Diesen Weg, den ich schon beim Path of Love und Wild Spirit-Retreat begonnen habe, ging ich somit noch ein Stückchen weiter. Konkret handelte es sich dabei um pures Loslassen gepaart mit ein paar Tränen der Erleichterung. Etwas, das ich früher never ever zugelassen und als peinliche Schwäche für mich eingeordnet hätte.

Yogatherapie-mit-Remo-Rittiner

Mittlerweile sehe ich solche ‚schwachen Momente’ als wichtige Prozesse der Transformation, die man auch als die Must-haves auf dem Weg zu einem bewussteren Leben bezeichnen könnte. Wer sich nicht selbst aus dem gewohnten Komfortbereich schubst oder geschubst wird, entwickelt sich nämlich nur schwer weiter.

Abgesehen von meiner fast schon magischen 1-to-1-Session bei Remo, habe ich auch seine Yogastunden im Rahmen der Komm’ zum OM Yogatage sehr genossen. Schon alleine deshalb, weil sich die Gelegenheit nicht allzu oft bietet, mit einem ganzheitlichen Yoga-Experten wie Remo in einem überschaubaren Rahmen so direkt zu üben. Man merkt sofort, dass sein ‚Ayur-Yoga’-Konzept kein Zufallsprodukt sind, sondern ein ausgefeiltes System, das auf dem Wissen über Achtsamkeit, Atmung und Anatomie basiert und dabei traditionelle Yogatechniken mit modernen Erkenntnissen aus Hirnforschung und Biomechanik verknüpft.

Detail-Yoga-Remo-Rittiner

Oder einfach mit den Worten einer Übenden gesprochen: Yoga mit Remo fühlt sich gut und richtig an! Der Körper wird wieder lebendig, weil die richtigen „Knöpfe“ gedrückt werden – ein wohltuendes Aufatmen im Nacken, neue Weite zwischen den Wirbeln, fröhliche Rippen, die mit dem Atem tanzen und dazu ein paar ungeahnt neue Bewegungserfahrungen für die Hüfte. Es tut sich etwas – auf körperlicher, aber auch auf mentaler und spiritueller Ebene!

Man könnte es lange erklären, aber viel wichtiger ist es natürlich, es einfach selbst auszuprobieren. Und genau aus diesem Grund hat Remo Rittiner nun ein neues Standardwerk für Yogaanfänger, Fortgeschrittene und Yogalehrer geschaffen: Das große Ayur-Yoga Praxisbuch ist gerade erschienen! Mit 500 Farbfotos beschreibt Remo Rittiner darin präzise und übersichtlich die wichtigsten Yogahaltungen und ihre Varianten. Und ja, es sind vor allem diese Variationen und neu choreografierten Bewegungsabläufe, die ich besonders spannend finde. So bekommt selbst der versierte Yogi neue Inputs, die nicht nur Spaß, sondern auch absolut Sinn machen.

Aber es gibt noch mehr im neuen Buch von Remo Rittinier zu entdecken. Zum Beispiel die neun Erfolgsprinzipien, die für Yogaübende ebenso interessante Aspekte beinhalten wie für Yogalehrer. Mindestens ebenso lesenswert ist das 1. Kapitel, in dem Remo die Wurzeln des Yoga und seine persönliche Yoga-Geschichte erzählt – und die klingt ziemlich interessant! Nicht jeder beschließt nämlich einfach so nach Indien zu fahren, um an der Haustür seines auserwählten Lehrers zu klingeln, dessen Buch man gelesen hat. 

Remo-Rittiner-Yogabuch

Freut euch, liebe Leser, Yogis und Yoginis, denn für euch habe ich weiter in Remos brandneuem Buch geblättert und stelle euch auf dem Follow Your Trolley-Blog nun exklusiv ein paar Auszüge aus dem 4. Kapitel vor. Die dort zu Papier gebrachten Empfehlungen für eine erfolgreiche und erfüllte Yogapraxis sind bestimmt jedem nützlich, der Yoga fest in sein Leben integrieren möchte – ob zu Hause oder unterwegs.

Viel Spaß beim Lesen & vor allem auch beim Anwenden! ;)

 

Tipps für deine erfolgreiche & erfüllte Yogapraxis

Auszug aus „Das große Ayur-Yoga Praxisbuch“ von Remo Rittiner

 

Yoga-Tipp #1 >>

Klare Zielsetzungen

Bevor du mit der Auswahl des Yoga-Programms beginnst, nimm’ deine aktuelle Verfassung wahr und reflektiere die Ziele, die du mit Yoga erreichen möchtest. Wähle spezifische, klare, erreichbare und überprüfbare Ziele, damit deine Yoga-Praxis die gewünschten Ergebnisse bringt.

Yoga-Tipp #2 >>

Vereinbarungen mit sich selbst treffen

Triff mit dir eine Vereinbarung, zu welcher Tageszeit und in welcher Häufigkeit du die Yoga-Praxis ausführen möchtest. Entscheide dich, regelmäßig zu bestimmten Zeiten und an festgelegten Orten zu üben. Überlege, ob du dir eine kleine Yoga-Oase schaffen kannst. Indem du eine realistische Vereinbarung mit dir triffst, erhöhst du deine Chancen, sie auch einhalten zu können.

Yoga-Tipp #3 >>

Achtsam & regelmäßig üben

Je achtsamer du die Yoga-Praxis ausführst, desto tiefer sind deren Wirkungen auf allen Ebenen. Indem du die Theorie der optimalen Ausführung der Asanas achtsam ins Üben integrierst, wirst du neue heilsame Muster erfolgreich programmieren können. Die aktuelle Hirnforschung belegt, dass es eine regelmäßige Wiederholung über vier bis sechs Wochen braucht, bis neue Muster im Gehirn vernetzt sind und wirksam werden.

Yoga-Tipp #4 >>

Abwechslungsreich üben

Nach einer gewissen Zeit des Übens und Verinnerlichens einer Yoga-Praxis ist es wichtig, wieder neue Impulse zu bekommen. Mit Abwechslung in der Yoga-Praxis sind die Ergebnisse vielfältiger und die Übungspraxis bleibt lebendig. Achte besonders darauf, auch Übungen auszuführen, die du nicht so gerne machst, weil dies oft die Übungen sind, die du am meisten brauchst. Wenn du abwechselnd mit immer neuen Yoga-Programmen übst, verhinderst du, dass du die Übungen mechanisch wiederholst.

Yoga-Tipp #5 >>

Herausforderungen annehmen & Fortschritte erzielen

Wir alle wachsen am meisten an den Herausforderungen, die uns das Leben schenkt und die wir uns selbst schenken. Die Tendenz, in der Komfortzone zu leben, ist auch im Yoga verbreitet. Die uns innewohnende Trägheit (Tamas) und Selbstzufriedenheit hindern uns oft, neue Herausforderungen bewusst anzugehen und uns weiterzuentwickeln. Mache es dir zur Gewohnheit, neue Herausforderungen zu suchen, und achte darauf, dass du dich stetig weiterentwickelst. Dabei lernst du, dein Potenzial voll zu entfalten.

Yoga-Tipp #6 >>

Mit Freude & Leichtigkeit üben

Mit Freude zu üben, fördert deine Motivation beim Ausführen der Übungen. Gleichzeitig ist es hilfreich, mit Leichtigkeit zu üben, sodass du während der Praxis locker und gelöst bleiben kannst. Freude in Verbindung mit Leichtigkeit schützt dich vor ehrgeizigem und verkrampftem Üben. Das Nichtanhaften an Erwartungen und Resultaten reduziert die Kontrolle durch den Verstand und führt dich zu geistiger Freiheit, was ein wichtiges Ziel ist im ursprünglichen Yoga.

Meditation-Remo-Rittiner

Remo Rittiner ist seit 1996 diplomierter Ayur-Yoga-Therapeut. 1997 eröffnete er das Ayur-Yoga-Center in Zürich. Seit 2000 bildet er in zahlreichen Ländern Yogalehrerinnen und Yogatherapeuten aus. Er ist Gründer der Nadi-Muskeltherapie, die er in seiner ganzheitlichen Yogatherapie erfolgreich integriert und in Seminaren lehrt. Zudem ist er Autor zahlreicher Yoga-Bücher. Das große Ayur-Yoga Praxisbuch* ist sein neuestes Werk. // www.ayuryoga.de

 

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1 Comment

  • Reply Tamara 26. Oktober 2017 at 13:37

    Ein interessanter Beitrag! Besonders motivierend für mich zu sehen, dass ich einige der Punkte sogar konsequent befolge, obwohl ich noch gar nicht lange Yoga mache. Habe durch eine angebotene Session im Urlaub im Hotel Lindenhof in Südtirol das erste Mal damit zu tun gehabt und mich zuhause gleich bei einem Kurs angemeldet. Seither mache ich echt regelmäßig Yoga – mindestens 4 Mal die Woche!

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